Heute will ich dir einen kleinen DeepDive geben, wie ein Leben aussehen kann das etwas Nachhilfe in Sachen Leichtigkeit braucht. Und warum dich deine Vergangenheit trotzdem nicht davon abhalten muss, die Leichtigkeit in deinem Leben zu finden.

Es gibt Familien, da sprüht es schon so vor Lebensfreude. Da scheint vieles leicht zu sein (nicht zu vergessen, dass zufällig alle Familien-Mitglieder nebenher noch aussehen wie Models. Auch der Hund.^^ )

Und es gibt Andere, so wie meine.

Wenn man im schwäbischen Hinterland aufwächst, scheint es per se schon ein paar Tugenden zu geben, die man von Geburt an mitbringen oder sich auf jeden Fall aneignen sollte.

  1. Bescheidenheit. Über Geld redet man nicht, Geld hat man oder eben nicht. Und zeigt es auch nicht. Der Mercedes vor der Tür und das (natürlich selbst gebaute) Eigenheim ist hier die Ausnahme. Auch was überschwängliche Glücksgefühle angeht, hält man sich lieber bedeckt. Auch passend dazu: „Nicht geschimpft ist genug gelobt!“
  2. Fleiss. „Schaffe, Schaffe Häusle baue“ bezeichnet es glaub wirklich gut. Ohne Fleiss, kein Preis. Oder besser gesagt kein Wohlstand. Es muss hart für seinen Lebenunterhalt gearbeitet werden. Alle anderen sind Faulenzer, Betrüger oder haben im Lotto gewonnen.
  3. Geld zusammenhalten. Nein, ich kann nicht bestätigen, dass Schwaben per se geizig sind. Sie achten tendenziell nur eher darauf, dass sie in Dinge investieren die man anfassen kann und Bestand haben. Wie ein Eigenheim halt.
  4. Die Meinung von Anderen ist wichtig. Deshalb sollte man darauf achten, was Andere über dich denken (könnten).  Und entsprechend auch sein Handeln darauf abstimmen.

Das alles ist schon eine Kombi, die für ein leichtes Lebensgefühl nicht unbedingt förderlich sind.

Hiermit ist es also offiziell klar – Ich bin ein Opfer von Anti-Leichtigkeit. Allein schon durch meine regionale Herkunft.

Jetzt kommt der Zweite, nicht so amüsante Teil. Der Teil, der mich in meinem Leben besonders geprägt hat.

Seit meiner Geburt folgte ein Drama, ein Schicksalschlag den nächsten in meiner Familie. Und unser ungeschriebenes Familien-Credo lautete: auf die Zähne beissen, nicht jammern, weitermachen und möglichst so tun, als wäre es nicht da.

Und ja, es ist sehr gut, in Extrem-Situationen funktionieren zu können – unsere Vorfahren wären sonst vom Säbelzahntiger gefressen worden. Oder stell dir vor, wie chaotisch es bei der Feuerwehr sonst zugehen würde.

eUnd zeitgleich könne solche Prägungen dein Werdegang deines Lebens ziemlich beeinflussen. Auch wenn du schon lange erwachsen bist. Und denkst, alles hinter dir gelassen hast.

Mein Souvenir aus der Vergangenheit: Ich kann unglaublich gut funktionieren und Leistung bringen, ohne mich zu fragen, wie es mir dabei geht. Überhaupt richtig wahrzunehmen wie es mir geht. 24/7 Überlebensmodus in Dauerschleife.

Ungemein praktisch, wenn man beruflich etwas erreichen will. Und das wollte ich.

Gleichzeitig blöd, wenn man schwer abschalten kann, sich permanent getrieben fühlt. Immer beschäftigt ist und Dinge gern unter Kontrolle hat. Auch liebsten auch Gefühle.

Auf der Autobahn in Überschallgeschwindigkeit in Richtung Burnout mit Schwierigkeiten sich auf Menschen richtig einzulassen. Das kann man besonders gut im Kontext von Dating und Liebesbeziehungen sehen.

Aber für meinen Beziehungs-Status konnte ich natürlich auch nichts, es gibt einfach keine gescheiten Männer mehr da draussen!

 

TRUTHBOMB: 

Du kannst nichts für deine Prägung und nichts für deine Erlebnisse. Aber es ist allein deine Entscheidung, ob du weiter das Opfer deines Lebens bleiben willst oder dich für einen anderen, neuen Weg entscheidest. Ein Weg, bei dem du hinterm Steuer sitzt und entscheidest, in welche Richtung dein Leben gehen soll.

Und so nebenbei: „Ich bin halt so“ ist nichts als ein Gedanke, den du dir immer wieder selbst einredest. Du darfst damit aufhören.

Diese Erkenntnisse waren unglaublich unangenehm für mich. Erstmal haben sie so richtig Widerstand in mir ausgelöst. Vermutlich war ich sogar empört (so wie du vielleicht gerade). Aber sie haben mein Leben auch um 180 Grad gedreht. Die Leichtigkeit und sogar die Liebe ist zurück in meinem Leben.

Deswegen will ich vor allem eines:  Dir Mut machen! Dein Leben gibts auch in leicht. Quasi 2.0.

Deine 5 essentiellen Schritte für ein Leben in Leichtigkeit, egal wie deine Vergangenheit war

 

  1. Setz‘ dich wieder auf den Fahrersitz deines Lebens. Das machst du, indem du ab heute die volle Verantwortung über dein Verhalten, deine Entscheidungen und dein Leben im Ganzen übernimmst.  
  2. Lerne klare Entscheidungen zu treffen. Wenn du dich nicht entscheidest, wird für dich entschieden. Meist zugunsten von dem, der sich schneller entscheiden kann.
  3. Bekomme absolute Klarheit darüber, wie dein Leben sein soll. Mir hat dabei die Frage geholfen „Wenn alles möglich wäre, wie würde mein Leben aussehen?“
  4. Verabschiede dich von dem Gedanken, in welcher Reihenfolge etwas stattfinden muss.  Du musst nicht erst XY abgeschlossen haben, bevor du anfangen kannst etwas Anderes anzupacken. Dein Wohlbefinden zum Beispiel. Das ist meist nur ein geschickter Mechanismus für deine Aufschieberritis. Womöglich erreichst du dein Ziel sogar schneller, wenn du die Reihenfolge absichtlich mal umdrehst. 
  5. Du musst da nicht alleine durch. Hol dir Unterstützung von Menschen, die dir im Thema Leichtigkeit schon ein paar Schritte  voraus sind. Das können Freunde sein oder ein:e Expert:in. Gemeinsam geht es leichter. Und auch schneller.

 

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